Kaltehofe: HWO kritisiert Deich-Öffnung für Kfz-Verkehr

Brunnen Kaltehofe

Pressemitteilung HWO:  HWO kritisiert Deich-Öffnung für Kfz-Verkehr

Hamburgs Wilder Osten

Stadtteil-Initiative für mehr Lebensqualität in Rothenburgsort

Petition „Keine Autos auf Kaltehofe!“ mit mehr als 100 Unterschriften übergeben

Mit Enttäuschung und Kritik nimmt die Rothenburgsorter Stadtteil-Initiative „Hamburgs Wilder Osten“ (HWO) die jetzt von Studio Andreas Heller und Hamburg Wasser vorgestellte Planung für die „Wasserkunst Kaltehofe“ auf.

Die Initiative kritisiert insbesondere die angekündigte Öffnung des Kaltehofe Hauptdeichs für Autos und Busse. Die autofreie Deichstraße, die intensiv von Radfahrern, Skatern und Spaziergängern genutzt wird, soll auf einem Kilometer Länge als Zufahrt zu einem großen Parkplatz im Zentrum des Geländes ausgebaut werden. „Die Nutzung der Straße für den Autoverkehr ist ein klarer Verstoß gegen die Beschlüsse des ‚Agenda-21 Prozesses Kaltehofe’ aus dem Jahr 2005“, erinnert Knud Siggelkow (48) von HWO, „eine der ausdrücklichen Festlegungen für zukünftige Projekte auf der Halbinsel war damals ‚Keine Öffnung des Kaltehofe Hauptdeichs für Kfz’.“

In einem so genannten Agenda-21 Prozess hatte von Februar 2004 bis Juli 2005 ein Planungskreis von Anwohnern, Unternehmen, Eigentümern, Behörden und Vereinen im Konsensverfahren die Grundlinien für die zukünftige Entwicklung Kaltehofes erarbeitet.

„In diesem Beteiligungsverfahren war es für HWO und viele andere Teilnehmer ein entscheidender Punkt, dass der Autoverkehr weiterhin aus Kaltehofe herausgehalten wird“, erklärt Siggelkow, „und nun fällt den Parkplanern nichts anderes ein, als ein autogerechtes Veranstaltungszentrum. Das ist ein Armutszeugnis – und eine ärgerliche Missachtung des ehrenamtlichen Engagements aller Mitwirkenden.“

Jeder motorisierte Verkehr auf Kaltehofe würde das besondere Flair und den Erholungswert des Ortes unwiederbringlich zerstören. Eine Erschließung der Museums- und Veranstaltungsgebäude sollte mit etwas Phantasie auch in umweltverträglicher Weise möglich sein. Entsprechende Vorschläge hat das Büro Andreas Heller nicht aufgegriffen.

Mehr als 100 unterzeichen Online-Petition „Keine Autos auf Kaltehofe!“
Auf ihrer Internetseite www.hwo-digital.de hat die Initiative am 6. Juli eine online-Petition „Keine Autos auf Kaltehofe!“ gestartet. Bis zum 9. Juli haben mehr als 100 HamburgerInnen sie unterzeichnet. Die Petition und persönliche Kommentare der Unterzeichner wurden am 9. Juli an BSU-Senatorin Anja Hajduk und Hamburg Wasser Chef Michael Beckereit übergeben.

Kontakt/Rückfragen:
Ingo Böttcher, Tel.: 789 24 23, m: 0176 – 49 52 07 02
Knud Siggelkow, Tel.: 789 38 14

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