Stefano Barone – TCLD

27. Juli 2009


Lesetipp: Dr. Rolf Geffken über den juristischen Schmierenfink Volker Rieble der Emmely strafrechtlich verfolgen will

27. Juli 2009

Habe meine Meinung dazu schon geschrieben.

Dr. Rolf Geffken ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg

Heute in der Jungen Welt:  Ohne Tünche

Nun zum extrem ärgerlichen Teil der Gegenkampagne des Herrn Professors: Rieble nimmt sich »fürsorglich« der Justitia an und hält ausdrücklich fest: »einen Sonderehrenschutz (was ist das?) für Richter und Gerichte gibt es in Deutschland nicht«. Er schlägt dann in einer Weise zurück, in der ihm »jegliches Maß und jegliche Mitte« abgehen. Rieble beschränkt sich nicht darauf, noch einmal die bisherige Rechtsprechung zu skizzieren, sondern nimmt sogar subjektiv die Position einer Klassenjustiz ein. Er greift – in strafrechtlich relevanter Weise – die betroffene Verkäuferin persönlich an und versteigt sich dabei zu einer Sozialarroganz, wie sie jedenfalls nach 1945 auch im Westen Deutschlands kaum noch anzutreffen war. Ganz bewußt nennt er die Betroffene mit ihrem bürgerlichen Namen und zwar fast in jedem zweiten Satz. Den in der Öffentlichkeit verwendeten Namen »Emmely« bezeichnet er als »kampagnentaugliche Verzärtelung«. Sein Zynismus geht bis zu der Erwartung, daß die Betroffene keinen neuen Arbeitsplatz mehr finden wird. Er unterstellt, der Kollegin sei sicherlich schon »Kompensation … anderweit versprochen« worden, »etwa durch Beschäftigung bei ver.di«. Das sei »nur gerecht«. Dann könne sie »zweckentsprechend aus dem Streikfonds entschädigt« werden. Daß die Betroffene weder einen Job in der Gewerkschaft erhalten hat noch aus einem Streikfonds entschädigt werden kann, weiß der Herr Professor nur zu genau. Aus seinen Worten spricht nichts anderes als schlichter Klassenhaß.


Die Lohnsklaven – Das Geschäft mit den Leiharbeitern

27. Juli 2009